Bolivien – Teil 3

Von Samaipata nach San Matias

06.08.18 – 17.08.18

Nach sieben Tagen Pause in Samaipata gings am 06.08.18 nach einem guten Frühstück gegen 9 Uhr Richtung Santa Cruz de la Sierra.Die Strasse Richtung Santa Cruz war komplett geteert und es ging meistens leicht bergab.Nach einigen Pausen kam ich dann gegen 17 Uhr im Mainumbi Guesthouse an.125 km waren trotz der relativ einfachen Strecke ein ziemliches Brett.Nach einer Dusche und einem Abendessen im Pollo Restaurant bin ich noch kurz beim Supermarkt vorbei.Nachdem ich noch einen Video Upload angeworfen hatte lag ich recht zeitig im Bett.Am nächsten Morgen bin ich dann zur Migration getrabt.Auf dem Weg dahin hab ich noch schnell beim Friseur die 3 Zentimeter Hippiematte entfernen lassen.Die Migration in Santa Cruz ist eines dieser ,,Häuser das Verückte macht,,.Am Empfang Nummer abholen,dann die richtige Etage finden und abwarten was passiert.Nach einer Stunde hatte ich dann meine Visaverlängerung im Pass.Anschliessend habe ich dann einige Outdoor Shops aufgesucht und natürlich keine Gaskartusche bekommen.(Als nächstes kauf ich mir einen Benzinkocher)Ich bin noch ein bischen durch die Innenstadt getrabt und dann wieder in die Pension.Abends war dann wieder essen im Strassenrestaurant angesagr.Nach ein paar Bierchen war um 21 Uhr Feierabend

 

 

Am 08.08.18 ging es dann um 8:30 weiter Richtung San Ignacio de Velasco.Ich hatte die Wahl zwischen zwei Strecken die erste hätte mir zum grossen Teil Erdstrasse beschert,also habe ich mich für die zweite komplett geteerte aber etwas längere Strecke entschieden.Das ganze nennt sich Ruta de Misiones weil die meisten Orte dort von Jesuiten gegründet wurden.Da ich die Pension im Osten von Santa Cruz lag war ich recht schnell raus aus der Stadt.An einer Ampel bekam ich noch ein paar Mandarinen von einem Obsthändler geschenkt.Die Bolivianer sind wirklich ein freundliches Völkchen.Die Strecke war Pottflach und ich hatte die ganze Zeit kräftigen Rückenwind. So kam ich sehr gut voran.Um 15:30 Uhr hatte ich schon 125 Kilometer runter gekurbelt.Da es aber in Los Troncos keine Unterkunft gab bin ich noch 20 Kilometer weiter nach San Julian getrampelt.Im ersten Hotel wollten die doch glatt 20 Euro für eine Übernachtung haben,das war mir für den Standard doch ein bischen viel.Beim Bier kaufen am Strassenstand hab ich dann den Tip für ein Alojamento in einer Seitenstrasse bekommen.Der Laden war sehr einfach aber sauber.Die Dusche war kalt,aber das machte mir bei den Temperaturen im Tiefland nichts aus.Kostenpunkt 3 Euro 😉 Zum Abendessen gab es mal wieder Grillhähnchen und ein paar Bier zum verdauen.Am nächsten Tag war ich um 8 Uhr auf dem Rad und die Strecke wurde hügelig,was bei den Temperaturen ganz schön schlauchen kann.Nach 80 Kilometern hatte ich dann in San Javier genug und hab mich in einem schönen Hotel für 9 Euro eingenistet.Nach einer Dusche bin ich noch kurz durchs Dorf getrabt um ein paar Fotos zu machen und in einem Restaurant Abendessen einzuwerfen.

 

 

Der nächste Tag brachte dann wieder reichlich Hügel und kurz vor Concepcion einen Platten.Mein hinterer Reifen war schon leicht ladiert von den Kleinteilen die auf Boliviens Strassen rumlagen.Nach 60 Kilometern war dann in Concepcion Feierabend.Eine billige Pension wahr schnell gefunden und anschliessend bin ich im Dorf einkaufen,essen und Bilder von der Jesuitenkirche machen gegangen.Den Abend hab ich dann im Campingstuhl vorm Zimmer mit ein paar Bierchen ausklingen lassen,

 

 

Am nächsten Tag war ich wegen der zu erwartenden Hitze schon um 7:30 Uhr auf dem Rad.Es ging die ganze Zeit leicht hügelig bergab.Um 13 Uhr war ich dann auch schon in Santa Rosa de Roca und hatte 84 km in den Beinen,In dem Kaff gab es bloß ein Alojamento und die wollten 10 Euro für ihre Bruchbuden haben.Da bin ich dann noch 40 Kilometer weiter gestrampelt und hab bei San Antonio mein Zelt etwas abseits der Strasse aufgebaut.Am nächsten Morgen fiel dann das Frühstück aus,da sich ein Ameisenstamm über meine Brötchen hergemacht hatte.Die Biester sind durch ein paar kleine Löcher,die mein Zeltboden mitlerweile hatte,reingekommen und haben sich durch die Brötchentüte durchgefressen.Schmarotzer.Zum Glück hatte ich nur noch 40 Kilometer bis nach San Ignacio de Velasco.Die waren dann auch recht schnell runtergekurbelt.In San Ignacio hab ich mich in der Casa Suiza eingemiettet.Das Guesthouse wird von einem schweizerisch-deutschen Paar betrieben.Sehr nette Leute.Die Zimmer sind einfach und sehr ruhig.Das Frühstück mit Jogurt,getoastetem Sandwich,Saft und Kaffee war genau nach meinem Geschmack und reichhaltig.In San Ignacio hab ich dann einen Tag Pause eingelegt und mich auf die 300 km Erdstrasse bis zur brasilianischen Grenze vorbereitet.

 

 

Am 14.08.18 bin ich dann Richtung brasilianischer Grenze gestartet.Die Erdstrasse war einigermaßen in Schuss wenn auch etwas hügelig.Nach zwanzig Kilometern hatte ich dann wieder einen Platten.Ich hab dann den Reifen von innen doppelt abgeklebt,das hielt aber auch bloss 35 Kilometer dann liess der Reifen wieder Luft.Ich hab dann bei strömendem Regen bis an den Ortsrand von Espiritus geschoben.Dort konnte ich mich dann unter ein Vordach stellen.Da es nicht aufhörzte zu regnen hab ich dann die Reifen von vorne nach hinten und ungekehrt getauscht.Nach einer Stunde konnte ich dann weiter ins Dorf reinfahren.Auf dem Weg dahin hab ich dann Michael aus der Nähe von München,der auf einer 6-jährigen Radreise um die Welt ist getroffen.(www.mikeonbike.de)Wir sind dann zusammen ins Dorf gefahren und haben unsere Zelte unter einem Pavillion aufgestellt.Den Abend haben wir dann verquasselt.Am nächsten Morgen wurden wir gegen sechs Uhr von Hammerlauter Musik aus einem der Restaurants geweckt.Manche Leute haben echt einen Schaden.Nach dem Frühstück und Zeltabbau hab ich mich dann von Michael verabschiedet und bin zur örtlichen Allroundwerkstatt getrabt.dort hab ich meinen Reifen flicken flicken lassen.Damit die Flicken nicht so schnell durch sind wurde noch ein Stück von einem Mopedschlauch in den Reifen reingelegt.Um 9:30 saß ich dann endlich auf dem Rad.Ab Espiritu wurde die Strasse ziemlich schlecht,viel Waschbrett,Schotter und teilweise weicher Sand.Das ganze auch noch ziemlich hügelig.Also nicht gerade einfach zu fahren.Unterwegs wurde ich auf eine Hazienda zum übernachten eingeladen.Der Besitzer hatte mich schon ein paar Tage vorher auf dem Weg von Santa Cruz nach San Ignacio gesehen und fand es völlig,,crazy,,das ich mit dem Rad durch Bolivien fahre.Da ich am Vortag nur 60 Kilometer gemacht hatte musste ich dieses nette Angebot leider ablehnen und noch einige Kilometer strampeln.Nach 88 Kilometer hatte ich dann genug und baute mein Zelt in der Nähe von San Bartolo an einer Brücke neben der Strasse auf.Die nächtliche Geraüschkulisse im Dschungel war schon grandios.Am nächsten Morgen sass ich um 8 Uhr wieder auf dem Rad..Nach 35 Kilometern gab es in Ascencion erstmal Mittagessen.Dort hab ich dann auch noch meine Voräte ergänzt.Ab Ascencion wurde die Strasse erheblich besser und vor allem flach.Nach weiteren 30 Kilometern war ich in Las Petas.Von dort sind es 90 Kilometer nach San Matias.Dazwischen kommt aber ausser ein paar Haziendas nichts mehr.Also hab ich nochnal reichlich Wasser und auch noch ein paar Bier für den Abend gebunkert.Nach weiteren 22 Kilometern hab ich dann ein schönes Plätzchen zum zelten gefunden.Für den nächsten Tag hatte ich noch 70 Kilometr.Es lief alles nach Plan.Am nächsten Morgen saß ich dann wieder zeitig auf dem Rad.Nach 55 Kilometrn kam dann eine Blase aus meinem Vorderreifen.Sehr lustig anzusehen.An der Stelle hab ich dann auch noch eine Einlage aus Mopedschlauch reingebastelt.Nach 15 weiteren Kilometern war ich dann in San Matias.Dort gabs dann erstmal Mittagessen und anschliessend bin ich zur Migration geradelt um mir meinen Ausreisestempel abzuholen.Das ging sehr schnell und unkompliziert.An einem kleinem Supermarkt hab ich dann meine letzten Bolivianos in Schnaps,Zigaretten,Limo und ein paar Konserven umgesetzt.Von dort bin ich dann die letzten 10 Kilometer zur brasilianischen Grenze geradelt.Ja das wars dann mit Bolivien.Es war mir ein Fest.In Bolivien hatte ich viele nette Leute getroffen.Das schönste an Bolivien war allerdings,das man kein laufendes Gehupe und,,Gringo,Gringo,,Geschreie hatte.Ein schönes Land mit freundlichen Leuten.In Brasilien begann dann der letzte Abschnitt meiner Reise,aber davon schreibe ich dann im nächsten Post.

Gruß Jörg

 

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